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Zolder 2006
Freitag, 16.06.2006
Inzwischen dürfte es sich herum gesprochen haben, dass unser zweiter Fahrer für
dieses Rennen Heinz Platacis ist. ... Ja genau, der australische Langstrecken-Weltmeister
von 2001. Nach über einem Jahr Pause und gestrig schwierigen Witterungsbedingungen
hat er sich heute im freien Training langsam mit der Strecke und dem Fahrzeug angefreundet.
Niggi nach 16 Jahren mal wieder in Zolder und seine Knie-OP noch nicht ganz verheilt,
macht für die ersten paar Runden auch einen ganz brauchbaren Eindruck. Letztendlich
hatten wir im zweiten freien Training heute massive Probleme mit den gerade zuvor eingebauten
nagelneuen Bremsklötzen, die sich einfach nach ein paar Runden abmeldeten. Dazu
kam noch etwas nicht vorhandene oder ausbleibende Leistung. Den Fehler haben wir jetzt
zum Abend auch gefunden: die Benzinpumpe hatte zu wenig Druck aufgebaut. Jetzt montieren
wir noch einen neuen Auspuff samt Krümmer und dann sollte einem erfolgreichem
Quali morgen nix mehr im Wege stehen.
Montag, 19.06.2006
Im ersten Quali am Samstag ist Heinz wegen defekter Bremse gestürzt. Leider haben
wir noch nicht heraus gefunden woran es lag. Heinz ist zum Glück nix passiert.
Das Motorrad ist jedoch schlimm kapputt. Folglich mussten wir auf das nicht ganz so
gute zweite Bike ausweichen. So kam es, dass wir uns nur für den Startplatz 31
qualifizieren konnten. Nach schwierigem Start hat sich Heinz dann aber in seinem ersten
Turn bereits auf Platz 16 vor geschoben. Niggi mit seinem nach wie vor nicht ausgeheiltem
Knie konnte sich dennoch gut behaupten. Leider versagte dann die Zündung und er
musste in die Box zurück schieben. Das trug nicht wesentlich zur Heilung des Knie's
bei und dauerte mit Reparatur seine Zeit, so dass wir auf Platz 39 zurück fielen.
Niggi fuhr dann weiter und bis auf Platz 30 vor. Dann ein Wechsel und Heinz kämpfte
wie ein Stier und konnte uns wieder auf Platz 22 vor bringen. Dann versagte die Zündung
erneut und Heinz musste schieben. Diesmal dauerte dies mit Reparatur allerdings eine
Stunde, so dass wir hoffnungslos auf den letzten Platz lagen und eigentlich aufgeben
wollten. Niggi jedoch wollte weiter fahren und tat dies auch. Mit 18 Runden Abstand
auf den nächsten Platz war natürlich aus eigener Kraft nichts mehr zu machen.
Aber andere Teams hatten ja auch so ihre Probleme, so dass wir letztendlich gesamt
auf Platz 32 und in der Superbikeklasse auf Platz 10 mit noch 6 Punkten ankamen. Ein
sehr stressiges Wochenende mit viel Schrott und viel Erfahrung sammeln, geht vorüber.
Vielen Dank
an alle Helfer, insbesondere an unsere Freunde vom Team Merkens Motorentechnik 98,
die leider nicht selber starten konnten aber uns fabelhaft unterstützten.
Mit sportlichem Gruß
Euer Oli |